Medizin:Wie Schwerverletzte aus der Ukraine nach Deutschland kommen

Medizin: Deutschland kann mit einem der besten Gesundheitssysteme der Welt helfen - und mit einem Trauma-Netzwerk aus etwa 700 Fachkliniken.

Deutschland kann mit einem der besten Gesundheitssysteme der Welt helfen - und mit einem Trauma-Netzwerk aus etwa 700 Fachkliniken.

(Foto: Jose Luis CARRASCOSA via www.imago-images.de/imago images/Westend61)

Und was eine private Whatsapp-Nachricht von deutschen Ärzten damit zu hat. Über einen komplexen Verteilmechanismus, mit dem Deutschland versucht, Wunden zu versorgen, die eigentlich nicht zu heilen sind.

Von Felix Hütten

Wenige Wochen nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine ploppt auf dem Handy von Dietmar Pennig eine Whatsapp-Nachricht auf: Ob man sich mit weiteren Kollegen in einer Online-Konferenz zusammenschalten könne, die ersten Verletzten aus dem Kriegsgebiet seien nun zu versorgen. Pennig ist Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie - und in Unruhe. In Europa ist ein Krieg ausgebrochen, also schaltet sich Pennig in ein Online-Meeting mit weiteren deutschen Ärzten: Eine ukrainische Frau und ihre drei Kinder sollen nach Deutschland geflogen werden, so erzählt es Pennig, sie wurden bei einem russischen Angriff beschossen und schwer verletzt. Ukrainische Ärzte hatten die Familie bereits versorgt, nun bitten sie ihre deutschen Kollegen um Hilfe bei der Behandlung. Es sollte nicht bei diesen vier Verletzten bleiben.

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