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Tipps für den Einkauf von Salat:Das Salatherz ist überschätzt

Salate füllen heute ganze Regalmeter in Supermärkten. Wer ratlos vor dem Angebot steht, hat es zumindest bei der Wahl der Sorte einfach: "Greifen Sie zu möglichst unterschiedlichen Sorten", rät Watzl. Die Abwechslung garantiert, dass der Käufer möglichst viele Inhaltsstoffe bekommt.

Frische ist ebenfalls ein Gütekriterium. Doch wie frisch ist frisch? "Solange die Blätter des Salats stabil sind, bekommt der Verbraucher ausreichend Nährstoffe", sagt Watzl.

Entscheidend ist vor allem die Jahreszeit. Wer im Winter einen Kopfsalat aus dem Gewächshaus kauft, hat eine eher bescheidene Ausbeute an Nährstoffen. Er ist dem Experten zufolge besser beraten, Rohkostsalate etwa aus Fenchel, Karotten und Sellerie zuzubereiten. Freilandsalat bietet dagegen deutlich mehr Nährstoffe, da diese unter dem Einfluss der UV-Strahlung gebildet werden.

Das heißt auch: Die äußeren, der Sonne ausgesetzten Blätter enthalten mehr Inhaltsstoffe als das Innere des Kopfes. Das vermeintlich luxuriöse Salatherz ist allenfalls für Kinder zu empfehlen. Sie mögen den milderen Geschmack der inneren Blätter eher, ebenso wie die Aussicht, das Herz zu bekommen. Eltern können kleine Gemüsemuffel damit unter Umständen zum Salatessen überreden.

Bei Erwachsenen aber hält Watzl es für "bedauerlich, dass sie aus Angst vor Rückständen von Pflanzenschutzmitteln die äußeren Blätter meist wegschmeißen". Sie bringen sich damit um dem besten Teil. Nur: Werden wir nicht allenthalben vor Pestiziden gewarnt?