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Tipps für den Einkauf von Lachs:Ist Bio-Lachs besser als konventioneller Lachs?

Norwegen

Das Hightech-Leben der Zucht-Lachse

In der Bio-Frage sind sich die Experten einig: "Wir empfehlen Bio-Lachs, weil sich der Verbraucher da sicher sein kann, dass keine Chemikalien zugesetzt wurden und die Lachse in der Regel nicht mit Antibiotika behandelt wurden", sagt Fischerei-Expertin Zucco. Agrarwissenschaftlerin Klein vom aid Infodienst sieht das ähnlich: "Bio-Fisch stammt immer aus Zucht und der Verbraucher hat Gewissheit über die Futtermittel und den Einsatz von Medikamenten, der nur im Notfall erlaubt ist", sagt sie.

In der herkömmlichen Lachszucht werden hingegen vermehrt Antibiotika verfüttert, um die Massenpopulationen vor Krankheiten zu schützen. Am Ende isst der Verbraucher also mit dem Lachs auch das Antibiotikum. Zunehmende Resistenzen gegen bestimmte Bakterienstämme seien die Folge, warnt Verbraucherschützerin Krehl.

Bei Bio-Lachs, beispielsweise mit dem "Naturland"-Siegel versehen, kann sich der Verbraucher sicher sein, dass die Futtermittel für die Lachszucht aus nachhaltiger Quelle stammen und nicht genverändert sein dürfen.

Lediglich was die Haltungsbedingungen von Lachsen angeht, bleibt die Stiftung Warentest auch bei Bio-Fisch skeptisch. In ihrer jüngsten Untersuchung bemängelte sie, dass die Anbieter von Bio-Lachs nur wenig Einblick in ihre Produktionsbedingungen gewährten. Greenpeace jedoch hebt lobend hervor, dass Bio-Lachse sich auf einem vier- bis fünfmal so großen Lebensraum tummeln dürften als Fische in konventioneller Aufzucht.

  • Welche Lachs sollte ich kaufen?