Tipps für den Einkauf von Knoblauch Vielfältiger als gedacht: Knoblauch-Sorten

Wer das Knoblauch-Aroma mag, braucht nicht zwangsläufig die scharfen Zehen, er braucht unter Umständen überhaupt keine Zehen. Denn zum Knoblauch zählen auch Sorten, von denen nur die Blätter gegessen werden. Die bekannteste ist der Bärlauch.

Im Handel gibt es etwa 80 verschiedene Knoblauchsorten, sagt Michael Keusgen, Pharmazeut an der Universität Marburg: Daneben existieren noch zirka 850 wilde Zwiebel- und Knoblaucharten, von denen sicherlich ein Viertel auch genutzt wird - zumeist lokal. Es kann sich lohnen, auf Wochenmärkten und in Spezialgeschäften zu stöbern.

Die Unterschiede in Schärfe und Geschmack sind groß. Wer eher mildes Aroma bevorzugt, dem empfiehlt der Wissenschaftler Knoblauchsorten, von denen man die Blätter verzehrt. Dazu gehören beispielsweise der chinesische Schnittlauch und der Berliner Bärlauch, der auch Wunderlauch genannt wird. Wem Knoblauch "auf den Magen schlägt, sollte es einmal mit Schnittknoblauch versuchen - oder im Frühjahr mit frischen Bärlauchblättern", rät Keusgen. Mehr Informationen zu den Pflanzen finden Sie in der unten stehenden Bildergalerie.

Knoblauch

Mehr als scharfe Zehen

Wie Sie frischen Knoblauch erkennen

Wer den simplen Knoblauch bevorzugt, kann mit etwas Aufmerksamkeit verhindern, dass er am Ende steinharte, verschrumpelte oder schimmelige Zehen unter der Hülle entdeckt. Hochwertige Zehen sind hell, prall und saftig. Die besten Chancen hat, wer auf folgende Zeichen achtet:

  • Sofern der Stiel an der Knolle noch vorhanden ist, sollte er saftig und grün aussehen. Das ist ein Hinweis auf Frische.
  • Die papierartige Haut sollte den Knoblauch komplett überziehen und keine Risse, Druckstellen oder Verfärbungen haben.
  • Wachsen Keime aus den Zehen heraus, ist dies ein Zeichen, dass der Knoblauch zu alt oder schlecht getrocknet ist.
  • Riecht der Knoblauch modrig, sollte er nicht mehr verwendet werden. Riecht er nach gar nichts, ist alles in Ordnung. Denn den typischen Knoblauchgeruch darf der Kunde nicht erwarten; er entsteht erst, wenn die Zehen durch Messer, Presse oder Zähne verletzt werden.