Tipps für den Einkauf von Knoblauch Wie wird man eine Knoblauchfahne los?

Ist nicht irgendein Kraut gegen die Knoblauchfahne gewachsen? Eine ganze Reihe Kräuter und Obst wie Basilikum und Pflaumen wurde schon verhältnismäßig erfolgreich getestet. Allerdings vertreiben sie in erster Linie die Geruchskomponenten, die sich ohnehin sehr schnell verflüchtigen. Sie verziehen sich 30, spätestens 60 Minuten nach dem Knoblauchessen. Die wirklich üblen Stinker sind jene Schwefelverbindungen, die im Darm entstehen und Stunde um Stunde, manchmal tagelang über Mund und Nase entweichen.

2010 kamen US-Forscher mit der erbaulichen Kunde aus ihren Labors heraus, dass Milch den Gestank abmildern kann. Eine Stunde nach dem Knoblauchverzehr hatte das Getränk die langlebigen Schwefelverbindung im Atem von Versuchspersonen um mehr als die Hälfte reduziert. Am besten war das Ergebnis, wenn Milch direkt zur Mahlzeit getrunken wurde.

Vor kurzem fügten Wissenschaftler weitere Lebensmittel auf die Liste der Geruchs-Stopper hinzu: Zehn Gramm frische Minzblätter, ein halber Liter Zitronensaft-Wasser-Gemisch, 100 Gramm frischer Apfel - jeweils direkt nach dem Knoblauch verzehrt - wirkten nach 60 Minuten ähnlich gut wie die Milch.

Doch letztlich wurde das olfaktorische Leiden nur halbiert und nicht gebannt. "Noch ist es nicht möglich, den schlechten Atem nach dem Knoblauchessen komplett zu vermeiden", räumen die Forscher ein. Auch noch so heftiges Zähneputzen, Sprayen oder Kaugummikauen bleibt nur Kosmetik. Denn die Schwefelverbindungen werden auch über die Haut abgegeben. Als Hilfsmaßnahme bleibt daher nur, nahestehende Personen an der Knoblauch-Mahlzeit teilnehmen zu lassen, weil sie das weitgehend immun gegen den Mief macht. Oder Alternativen zu den Zehen suchen.