PsychiatrieWarum Psychiater die Therapie mit Stromschlägen verteidigen

Lesezeit: 6 Min.

Gerät zur Elektrokonvulsionstherapie: Die schwarzen und roten Elektroden werden an die Kopfhaut geklebt.
Gerät zur Elektrokonvulsionstherapie: Die schwarzen und roten Elektroden werden an die Kopfhaut geklebt. Catherina Hess

Die WHO spricht sich gegen die Elektrokonvulsionstherapie bei starken psychischen Erkrankungen aus. Doch Psychiater sind überzeugt: Die Methode hilft und hat kaum Nebenwirkungen. Was ist da los?

Von Christian Weber

Es ist nicht so, dass Alexander Sartorius die Ängste nicht verstehen könnte. „Klar, das widerspricht ja erst mal dem gesunden Menschenverstand, jemandem Strom durch den Kopf zu schicken, bis er einen Anfall kriegt, und dann zu hoffen, dass es ihm guttäte“, sagt der Psychiater, der am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim (ZI) die Abteilung für Elektrokonvulsionstherapie (EKT) leitet.

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