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Medizinische Forschung:Kampf gegen Superkeime

Staphylokokken besiedeln die Haut und Nase eines jeden Menschen.

(Foto: All mauritius images/mauritius images / Image Source)

Was tun, wenn gewöhnliche Antibiotika immer mehr an Kraft verlieren? Forscherinnen und Forscher entwickeln neue Ansätze gegen multiresistente Bakterien.

Von Ulrich Eberl

Im Krieg der unsichtbaren Welten sind sie die Meister: Mit allen Tricks kämpfen Bakterien um mehr Raum und Ressourcen. Sie haben chemische Kampfmittel erfunden - die Antibiotika -, um Konkurrenten auszuschalten. Sie verschaffen sich die Schlüssel zum Inneren fremder Zellen, legen deren Werkstätten lahm, zerstören die Wände. Doch auch die angegriffenen Bakterien wehren sich: Sie knacken die Kampfstoffe, werfen sie aus ihren Zellen oder ändern die Struktur ihrer Proteine so, dass die Attacke ins Leere läuft - kurz: Sie werden resistent. Manche verstärken ihre Festung durch eine zweite Membran, verstecken sich hinter einer Schleimschicht oder stellen sich tot. Im Extremfall überdauern sie Ewigkeiten. Im Juli 2020 gelang es japanischen Forschern erstmals, Bakterien aus Tiefsee-Sedimenten wieder zum Leben zu erwecken - nach einer Ruhepause von 100 Millionen Jahren.

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