Schlaf und Entspannung Allein oder zu zweit?

Ob Paare besser allein oder zu zweit schlafen, kann die Wissenschaft nicht eindeutig beantworten - hier unterscheiden sich die Geschlechter. Störungen durch den anderen sind eher die Regel denn die Ausnahme: Er schnarcht zu laut, sie ist zu unruhig, einer von beiden muss früher aufstehen oder will später ins Bett und die knarzenden Dielen wecken den Partner. Nächtliche Wanderungen, quietschende Türen und die Frage, ob das Fenster geöffnet oder geschlossen bleibt, zermürben die Partnerschaft. Die FC-Bayern-Bettwäsche, der Frottee-Schlafanzug, aber auch Heizdecken, Schlafbrillen und klebrige Ohropax-Brösel können zu Attraktivitätseinbußen im gemeinsamen Bett führen.

Zudem haben die Geschlechter offenbar unterschiedliche Vorlieben, wenn es um die Bettruhe geht: Frauen erholen sich tendenziell nachts besser, wenn sie getrennt schlafen. Offenbar sind die Ruhestörungen durch Männer lästiger - immerhin schnarchen 60 Prozent der Männer jenseits der 60 (und auch 40 Prozent der Frauen in dieser Altersgruppe). Männer schlafen hingegen tiefer und fühlen sich geborgener, wenn sie sich der Gesellschaft ihrer Partnerin nachts sicher sein können. Dann pirschen sie seltener unruhig umher, um zu schauen, ob sie noch da ist.

Schlafmediziner erforschen derweil weiter die optimale Schlafdauer, vermessen und ergründen in Schlaflaboren die Schlaftiefe und was die Hirnströme währenddessen so alles anstellen. Die staunende Ehrfurcht vor dem Phänomen des tiefen Schlummers droht über dieser Rationalisierung des Schlafens vollends verloren zu gehen. Der Philosoph Friedrich Nietzsche hat noch zu schätzen gewusst, welche Fertigkeiten für richtiges Liegen und Ruhen nötig sind: "Schlafen ist kein geringes Kunststück, denn man muss den ganzen Tag dafür wach bleiben."

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