bedeckt München 17°
vgwortpixel

Psychische Gewalt:"Die schädlichste Form des Missbrauchs"

Portrait of boy leaning on wooden table mit_2002_03147

Wer in der Kindheit unter emotionaler Gewalt leidet, neigt später zu Depressionen und Angststörungen. (Symbolfoto)

(Foto: Mito/Imago)

Kränkung, Erniedrigung und Schweigen sind nicht nur schmerzhaft - sie können so gravierend wie körperliche Übergriffe wirken. Die Folgen emotionaler Gewalt werden massiv unterschätzt.

Plötzlich fiel die Mutter um. Sie lag im Wohnzimmer auf dem Boden und regte sich nicht. "Ich bin dann völlig verschreckt um sie herum gelaufen und habe versucht, sie hochzubekommen", erinnert sich die Tochter. "Es hat eine Ewigkeit gedauert, bis sie wieder aufgestanden ist. Erst wenn ich irgendwann in der Ecke saß, heulte und nicht mehr konnte, rührte sie sich wieder." Das grausame Ritual hat schnell Wirkung gezeigt. "Immer wenn ich mich nicht so verhalten habe, wie es Mama passte, hat sie tot gespielt", so die Tochter. "Ich habe dann bald alles haarklein so gemacht, wie sie es wollte."

SZPlus
SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Teaser image
Thomas Middelhoff
Scheitern als Geschäftsmodell
Teaser image
US-Psychologe im Interview
"Bei Liebeskummer ist Hoffnung nicht hilfreich"
Teaser image
Europa und China
Schaut auf dieses Land
Teaser image
Karriere
"Im Arbeitsleben sind wir keine Familie"
Teaser image
Familie
"Auch Väter haben Wochenbett-Depressionen"