MeinungPsychiatrieAntidepressiva sind kein Wundermittel – aber trotzdem wichtig

Gastbeitrag von Alkomiet Hasan

Lesezeit: 3 Min.

Bei leichten Depressionen sind Medikamente nicht die erste Wahl, doch in anderen Fällen braucht man sie.
Bei leichten Depressionen sind Medikamente nicht die erste Wahl, doch in anderen Fällen braucht man sie. (Foto: Alessandra Schellnegger)

Gerade bei schweren Depressionen können wir auch dank der Medikamente helfen. Übertriebene Pharmakritik hingegen schadet den Patienten. Eine Gegenrede.

Mein Team und ich arbeiten 365 Tage im Jahr rund um die Uhr an einer der größten Kliniken für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Bayern. Wir sehen viele Menschen mit schweren Depressionen, oft auch solche, denen anderswo nicht zu helfen war. Wir können ihnen helfen, weil wir unter anderem auch regelmäßig Medikamente einsetzen. Das ist der Grund, wieso ich hier kritisch auf den Gastbeitrag des Psychotherapeuten Winfried Rief von der Universität Marburg eingehen möchte, der im Dezember vergangenen Jahres online unter dem Titel „Bitte mehr Ehrlichkeit: Der Nutzen von Antidepressiva wird überschätzt“ in der SZ veröffentlicht wurde.

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SZ PlusVon Christian Weber

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