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Pille danach:Eine Spalt-Tablette

Die Pille danach wird häufiger verkauft. Was das bedeutet, darüber streiten nun Apotheker und Ärzte.

Von Kim Björn Becker

Wie sehr ein Thema emotional aufgeladen ist, wird auch immer daran deutlich, welche Vergleiche im Zuge seiner öffentlichen Diskussion bemüht werden. Im Fall der sogenannten Pille danach, also der Notfallverhütung nach ungeschütztem Sex, setzte im Frühjahr 2013 der damalige CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn den Standard. Zu dieser Zeit wurde im Bundestag abermals darüber gestritten, ob die Pille danach von Apotheken weiterhin nur auf ärztliches Rezept hin abgegeben werden darf oder ob es besser wäre, Frauen entsprechende Präparate auch ohne vorherigen Arztbesuch zugänglich zu machen. Spahn, wie ein Großteil seiner Bundestagsfraktion ein Befürworter der Verschreibungspflicht, wies via Twitter auf die möglichen Nebenwirkungen von Notfallkontrazeptiva hin und prägte den Satz: "Solche Pillen sind schließlich keine Smarties."

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