Marlene Berger (Name geändert) verbringt ihr Leben vor allem horizontal. Morgens frühstückt sie im Liegen, mittags schläft ihre einjährige Tochter neben ihr, am Nachmittag korrigiert sie liegend die Hausaufgaben ihres Sohnes. Berger ist 37 Jahre alt und eigentlich Personalerin. Aber arbeiten kann sie seit mehr als einem Jahr nicht mehr. Wenn sie sitzt oder steht, schießt ihr Schmerz in den Kopf. Manchmal so massiv, dass sie sich übergeben muss oder in Ohnmacht fällt. Also liegt sie, wann immer sie kann.
Liquorverlustsyndrom„Es fühlt sich an, als würde eine Eisenkralle dein Gehirn aus dem Nacken reißen“
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Jährlich erkranken rund fünf von 100 000 Menschen am Liquorverlust-Syndrom durch einen Riss in der Hirnhaut. In den meisten Fällen ist das gut behandelbar. Manchmal bleibt die Erkrankung jedoch unerkannt.
Von Ella Adam