Oldenburg (dpa/lni) - Rund 70 Ärztinnen und Ärzte kommunaler Krankenhäuser in Niedersachsen haben am Dienstag vorübergehend ihre Arbeit niedergelegt. Zu dem Warnstreik vor dem Klinikum Oldenburg hatte die Gewerkschaft Marburger Bund aufgerufen. Die Ärzteorganisation fordert in den laufenden Tarifverhandlungen unter anderem fünf Prozent mehr Geld, eine elektronische Arbeitszeiterfassung, zwei freie Wochenenden im Monat und eine verlässliche Dienstplanung.
„Es geht um Entlastung“, sagte der Geschäftsführer des Marburger Bundes Niedersachsen, Sven de Noni. Ärztinnen und Ärzte sollten nicht nur wissen, wann sie arbeiten. „Sie sollten sich auch darauf verlassen können, wann sie nicht arbeiten“, sagte de Noni. An der Kundgebung nahmen demnach Ärztinnen und Ärzte aus Oldenburg, Braunschweig, Westerstede und Hannover teil. Einschränkungen in der medizinischen Versorgung gab es de Noni zufolge nicht.
Nachdem der Marburger Bund die Verhandlungen für die rund 55 000 Ärzte an kommunalen Kliniken Mitte März für gescheitert erklärt hatte, sollen die Gespräche mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) an diesem Donnerstag (2. Mai) wieder aufgenommen werden.