Oldenburg (dpa/lni) - Mit einem Modell-Parcours will die Stadt Oldenburg den schwierigen Alltag demenzkranker Menschen erfahrbar machen. „Es gibt jede Menge theoretische Vorträge über Demenz. Aber wie fühlt sich das an? Das erfährt man durch diesen Parcours“, sagte der Leiter des Amtes für Teilhabe und Soziales, Bernd-Günter Schwabe, am Dienstag im Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen (SPN) bei der Vorstellung des Projekts.
Ziel ist es, Menschen anhand des Parcours mit 13 Stationen in die Lage von Demenzkranken zu versetzen. Dabei werden zum Teil in kleinen Holzboxen und integrierten Spiegeln scheinbar einfache und selbstverständliche Situationen nachgestellt: Aufstehen, Anziehen, Frühstücken, Haushaltsarbeit oder Abendessen. Für Demenzkranke seien dies oft schwere Hürden.
Entwickelt wurde der Parcours „Hands-on Dementia“ (Demenz zum Anfassen) von einem 21-jährigen Psychologie-Studenten aus Remscheid. Die Stadt Oldenburg will den Demenzsimulator nicht verleihen, sondern ihn zur Information für Angehörige und Schulung von Altenpflegern und Ehrenamtlichen einsetzen. Deutschlandweit sind rund 1,7 Millionen an Demenz erkrankt.