Neue Regelungen zur Organspende Wie wirksam das neue Gesetz sein kann

Wie wird sich das neue Gesetz auf die Organspende-Bereitschaft auswirken?

In ersten Umfragen gaben zwei Drittel der Deutschen an, die Frage nach der Bereitschaft zur Organspende mit "Ja" beantworten zu wollen. Da in der Regel unverbindliche Absichtserklärungen leichter gegeben werden als definitive Zusagen, könnte die Rate tatsächlich jedoch niedriger ausfallen.

Derzeit liegt Deutschland bei der Zahl der Spenden im europäischen Vergleich im unteren Drittel. Ob es jetzt zu den Spitzenreitern aufschließt, ist fraglich. Denn in diesen Ländern, zu denen Spanien, Belgien und Österreich gehören, gilt die so genannte Widerspruchsregelung. Das heißt: Jeder wird automatisch als Organspender betrachtet, sofern er nicht zu Lebzeiten ausdrücklich widersprochen hat. In den 16 west- und mitteleuropäischen Ländern mit dieser Regelung kommen auf eine Million Einwohner durchschnittlich 21 Spender. In Deutschland dagegen liegt die Rate derzeit zwischen 14 und 16 Spendern pro einer Million Einwohner.

Ändert sich etwas für Lebendspender?

Wer einem anderen Menschen zu Lebzeiten etwa eine Niere spendet, soll künftig besser abgesichert sein. Ansprüche sollen künftig bei der Kasse des Organempfängers geltend gemacht werden. Arbeitnehmer sollen außerdem eine Entgeltfortzahlung für sechs Wochen erhalten.