Neubrandenburg/New York (dpa/mv) - Für seine Forschung zu neuen Wirkstoffen für Schmerzmittel in Afrika ist der Neubrandenburger Wissenschaftler Fabien Schultz mit einer Auszeichnung in New York geehrt worden. Der promovierte Agrarwirtschaftler und Lebensmittelexperte wurde zu einem Vortrag des Explorers Club eingeladen, wie ein Sprecher der Hochschule Neubrandenburg am Freitag sagte. Der 1904 gegründete Club, dem unter anderem Neil Armstrong, Thor Heyerdahl und viele andere wichtige Forscher angehörten, zeichnet jährlich 50 bedeutende Forscher aus.
Schultz forscht seit mehreren Jahren in tropischen Regenwäldern, Dörfern und Städten Ugandas. Er bespricht mit traditionellen Heilerinnen, welche Pflanzen bei Erkrankungen genutzt werden und erforscht mit einem Team aus elf Ländern das Verhalten der Selbstmedikation bei wilden Schimpansen und Berggorillas. Die von den Tieren verwendete Pflanzen, Pilze und Insekten werden im Labor auf ihre Wirksamkeit untersucht. Dadurch sollen Wirkstoffe gefunden werden, die weltweit in Schmerzmitteln verwendet werden können, unter anderem gegen Malaria.
Schultz sei 2022 der einzige deutsche Wissenschaftler der zu dieser Vortragstagung eingeladen wurde, sagte der Sprecher. Sie findet vom 22. bis 24. April in New York statt.
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