Am Mittwoch hat das US-Pharmaunternehmen Moderna bekannt gegeben, einen Corona-Impfstoff an Menschen zu testen, der an eine neue Virusvariante angepasst wurde. Das Unternehmen betont, diesen Schritt nicht zu tun, weil der aktuelle und bereits zugelassene Impfstoff gegen die Mutante nichts mehr ausrichten kann, sondern aus einem "Übermaß an Vorsicht". Das Unternehmen verwendete seinen bereits zugelassenen Impfstoff mRNA-1273 als Grundlage für die Überarbeitung und veränderte nur einige Bausteine in der eingesetzten mRNA, die schließlich die Immunreaktion des menschlichen Körpers auslöst.
Durch die Veränderung soll das modifizierte Vakzin wirksamer werden gegen die Sars-CoV-2-Variante mit dem Namen B.1.351, die zuerst in Südafrika entdeckt wurde und dort viele Menschen erneut befällt, obwohl sie nach einer zurückliegenden Corona-Infektion eigentlich noch immun sein sollten. Labortests hatten gezeigt, dass die durch den ursprünglichen Impfstoff ausgelöste Immunantwort gegen diese Virusvariante zwar geringer ausfällt als gegen das Urvirus, aber vermutlich noch ausreicht, um auch das mutierte Virus in den meisten Fällen erfolgreich zu bekämpfen.
Zunächst sollen 40 Menschen das neue Vakzin mit dem Namen mRNA-1273.351 bekommen, die bereits zuvor in einer klinischen Studie mit dem nicht angepassten "Eltern-Impfstoff" geimpft wurden. Durch diese Auffrischungsimpfung soll ihr Immunsystem lernen, auch das mutierte Virus besser zu erkennen. Weitere 20 Probanden bekommen eine Mischung aus ursprünglichem und verändertem Vakzin injiziert. Tests des veränderten Vakzins an Menschen, die noch nicht geimpft wurden, sollen folgen.

