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Mittel gegen Grippe:Was lindert Husten?

Husten lässt sich schlechter bekämpfen. Die Schleimlöser mit den Arzneistoffen Ambroxol und Acetylcystein führen Studien zufolge nur zu einer kleinen Verbesserung. Für Erwachsene und Kinder über zwei Jahren scheinen die Mittel gut verträglich zu sein. Für jüngere Kinder gibt es nicht genügend Daten, die die Unbedenklichkeit belegen.

Hustenblocker, wie in NeoTussan, Wick Medinait und Wick Daymed enthalten, konnten in Studien ebenfalls nur geringe Wirkung zeigen. Für Kinder ist die Effektivität dieser Präparate nicht nachgewiesen. Bei ihnen können jedoch ernste Nebenwirkungen auftreten: Nervosität und Aufgeregtheit oder aber starke Müdigkeit und Verwirrung gehören dazu.

Auch pflanzliche Präparate konnten - soweit überhaupt untersucht - bei Husten kaum überzeugen. Mehr über die gängigen Medikamente und Hausmittel bei Husten erfahren Sie in diesem Überblick.

Wichtig ist, sich bei einer Grippe zu schonen. Solange das Fieber anhält, sollten Erkrankte im Bett bleiben. Patienten müssen außerdem viel trinken. Das verhindert, dass der Körper beim Schwitzen austrocknet. Spätestens wenn das Fieber nach drei Tagen noch nicht gesunken oder Atemnot eintritt, sollte ein Arzt gerufen werden.

(Quellen: Robert Koch-Institut, Berufsverband der Lungenärzte, Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.)

© Süddeutsche.de/beu/wolf

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