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Medizin - Mainz:Unimedizin weist CDU-Vorwürfe "auf das Schärfste" zurück

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Mainz (dpa/lrs) - Die Mainzer Universitätsmedizin hat die Kritik der CDU an der Schlaganfall-Versorgung der Klinik mit deutlichen Worten zurückgewiesen. "Vorwürfe, nach denen an der Unimedizin Mainz Patienten mit Schlaganfall nicht adäquat behandelt werden, sind unhaltbar und ohne Substanz", sagte der stellvertretende Medizinische Vorstand, Christian Werner, am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. "Die Aussage, die Unimedizin Mainz sei finanziell, personell und technisch so ausgetrocknet, dass lebensbedrohlich kranken Menschen zeitweise nicht geholfen werden könne, weisen wir folglich auf das Schärfste zurück."

CDU-Generalsekretär Gerd Schreiner hatte am Wochenende in einem offenen Brief an Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) geschrieben, dass dringend behandlungsbedürftige Patienten weitergeschickt werden müssen, weil zu wenig Personal und zu wenig und veraltete Behandlungsplätze zur Verfügung stünden.

Es sei ein unverschuldbares Versagen der Landesregierung, wenn die einzige Universitätsmedizin des Bundeslandes "vom Land als Träger finanziell, personell und technisch so ausgetrocknet wird, dass lebensbedrohlich kranken Menschen zeitweise nicht geholfen werden kann", erklärte Schreiner eine Woche vor der Landtagswahl.

Das Wissenschaftsministerium in Mainz, zuständig für die Unimedizin, hatte die Kritik bereits zurückgewiesen. Für die Behandlung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten gebe es ein Netzwerk von Kliniken, etwa mit Häusern in Frankfurt und Wiesbaden, die sich gegenseitig unterstützen. "So ist eine Versorgung auf höchstem Niveau zu jeder Zeit gewährleistet."

Zudem verfüge die Universitätsmedizin in Mainz für die Schlaganfallbehandlung über ausreichend Intensiv-, Überwachungs- und Behandlungsplätze in der sogenannten Stroke Unit und in den Intensivstationen. Gerade während der Zeit der Corona-Pandemie würden praktisch jederzeit rund zehn Betten zur Intensivbehandlung frei gehalten. Und: Die apparative Ausstattung zur Diagnostik und Therapie von Schlaganfallpatienten sei angemessen. Es könne vorkommen, dass es etwa durch Krankheitsausfall zu personellen Engpässen komme, in solchen Fällen greife das Netzwerk.

© dpa-infocom, dpa:210308-99-737619/2

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