Als Susannah Cahalan eines Morgens erwacht, findet sie sich zwar nicht als Käfer wieder wie Gregor Samsa in Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“. Ihre Veränderung könnte jedoch kaum größer sein. Sie liegt in einem Krankenhaus in New York und kann sich weder daran erinnern, wie sie dort hingekommen ist, noch an die Monate zuvor. Die Ärzte sind ratlos, vermuten, dass sie an einer Psychose leidet oder schlicht zu viel gefeiert hat. Cahalan ist verzweifelt, ihr geht es elend und Partys hatte sie vorher kaum besucht. An einem der nächsten Tage kommt ein spanischer Neurologe zu ihr und sagt, dass er wisse, woran sie leidet: an einer seltenen Autoimmun-Erkrankung, an deren Entdeckung er vor Kurzem selbst beteiligt gewesen ist.
MedizinMultiple Sklerose: Neue Therapien machen Hoffnung
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Auf der weltweit größten Tagung zu der Autoimmun-Erkrankung zeigt sich: Vieles ist noch immer rätselhaft. Doch die Aussichten für Betroffene haben sich deutlich verbessert.
Von Werner Bartens
