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Medikamente:Was lindert Kopfschmerzen?

Aspirin, Paracetamol oder Ibuprofen? Bei einem gelegentlichen Brummschädel helfen diese Mittel gut. Doch wer häufig unter Kopfschmerzen leidet, sollte über eine Prophylaxe nachdenken.

Ein Kater, eine Erkältung, zu lange vor dem PC gesessen: Selbst robuste Seelen haben hin und wieder Kopfschmerzen. Die gelegentliche Pein lindern gängige Schmerzmittel gut. Dazu gehören die frei verkäuflichen Schmerzmittel Acetylsalicysäure (Aspirin), Paracetamol, Ibuprofen, Naproxen, Metamizol sowie die fixe Wirkstoffkombination von Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Koffein.

Egal welcher Wirkstoff darin steckt, häufiger als zehn Mal pro Monat sollte man nicht zu Tabletten greifen. Für Patienten mit häufigen Kopfschmerzen bedeutet das, wirklich nur dann ein Schmerzmittel zu schlucken, wenn es gar nicht anders geht. Ein Kopfschmerzkalender hilft, den Überblick zu bewahren. Spezielle Migränemittel, so genannte Triptane, helfen nur Migräne-Patienten. Wer an Spannungskopfschmerzen leidet - und das sind die meisten Menschen - profitiert nicht von der Einnahme.

Schmerzmittel Manche Schmerzmittel erhöhen Risiko für Herzstillstand
Schmerzmittel

Manche Schmerzmittel erhöhen Risiko für Herzstillstand

Populäre Schmerzmedikamente wie Ibuprofen stehen im Verdacht, schwere Zwischenfälle auszulösen. Dabei sind manche der Tabletten sogar frei verkäuflich.   Von Werner Bartens

Eine gute Alternative zur Kopfschmerztablette ist Pfefferminzöl. Großflächig auf Stirn, Schläfen und Nacken aufgetragen, wirkt es genauso gut wie ein Schmerzmittel. Aber Achtung: Das Öl darf nicht in die Augen oder an die Schleimhäute geraten.

Wer sehr häufig von Spannungskopfschmerzen geplagt wird, kann vorbeugen. Nachweislich wirksam zur Prophylaxe ist Amitriptylin, ein Antidepressivum. Das Medikament wird geringer dosiert als bei einer Depression und macht, anders als von vielen Patienten befürchtet, nicht abhängig. Wie genau es die Kopfschmerzen eindämmt, weiß man nicht. Es verändert die Ausschüttung gewisser Botenstoffe im Gehirn und hat somit offenbar auch Einfluss auf die Schmerzverarbeitung.

Vorbeugende Medikamente muss man täglich einnehmen, auch wenn man gar keine Kopfschmerzen hat. Ob sie wirken, lässt sich nach vier bis sechs Wochen abschätzen. Wenn ja, bekommt man sie für mindestens sechs bis neun Monate verschrieben. Sie können die Häufigkeit der Kopfschmerzattacken um 40 bis 45 Prozent reduzieren.

Besser funktioniert die Prophylaxe, wenn man Medikamente und nicht-medikamentöse Therapien kombiniert. Dazu gehören Stressbewältigungstraining und Entspannungsübungen für Körper und Seele. Auch regelmäßiger Ausdauersport lindert Kopfschmerzen oft.