MasernschutzgesetzHunderte Kilometer für einen gefälschten Impfpass

Lesezeit: 8 Min.

Collage: Karolina Kohn

Seit 2020 müssen alle Kinder, die in die Schule oder die Kita gehen, zwei Masernimpfungen nachweisen. Doch impfskeptische Ärzte- und Eltern-Netzwerke unterlaufen dieses Gesetz. Und die Gesundheitsämter werden von der Politik ausgebremst.

Von Christina Berndt, Markus Grill, Timo Robben und Mandy Sarti

Am Anfang fand Matthias Hartig vor allem die Bescheinigungen seltsam. Doch dann fielen ihm auch die ungewöhnlichen Impfpässe auf, die manche Eltern dabeihatten. Hartig ist Kinderarzt in Vilsbiburg, einer 12 000-Einwohner-Stadt in Niederbayern mit hübschem Stadttor und bunten Häusern. Vier Kinderärzte in zwei Praxen gibt es hier, beide am zentralen Stadtplatz gelegen. Doch die seltsamen Impfpässe und Impfunfähigkeitsatteste, die Hartig bei den Kindern in seiner Praxis sah, hatte kein Kinderarzt ausgestellt. Sondern Volkhard P., ein Internist und Allgemeinmediziner aus der Nähe, der für seine Impfskepsis bekannt ist.

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