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Krankheiten - Hannover:Niedersachsen rüstet sich für Lungenkrankheit

Deutschland
Ein Krankenpfleger geht über einen Flur in einem Krankenhaus. Foto: Philipp Schulze/dpa/Archiv/Illustration (Foto: dpa)

Hannover (dpa/lni) - Nach dem Auftreten der neuartigen Lungenkrankheit in China rüsten sich die Gesundheitsbehörden in Niedersachsen für mögliche Fälle auch hierzulande. "Im Moment besteht kein Grund zu größerer Beunruhigung der Bevölkerung", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Hannover am Freitag. Hinter den Kulissen aber würden Vorbereitungen getroffen. Zahlreiche Kliniken in Niedersachsen verfügten über Infektionsstationen, um auf Verdachts- oder Krankheitsfälle reagieren zu können. Zurückgegriffen werden könne auf bestehende Pläne aus der Zeit der Atemwegsseuche Sars.

Am Flughafen Hannover werden unterdessen keine besonderen Vorkehrungen in Bezug auf die auf einen neuartigen Coronavirus zurückgehende Infektionswelle getroffen, weil es keine Langstreckenverbindungen in den asiatischen Raum gibt. Quarantäne-Möglichkeiten müssten lediglich die Flughäfen in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, München und Berlin vorhalten, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums.

In China ist die Zahl bestätigter Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus auf knapp 900 gestiegen. Bisher sind 26 Menschen gestorben. Die meisten hatten schon Vorerkrankungen. Auch außerhalb Chinas wurden neue Infektionen bekannt. Aus Angst vor einer Verbreitung der neuartigen Lungenkrankheit in China sind inzwischen mehr als 43 Millionen Menschen weitgehend von der Außenwelt abgeschottet worden.

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