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Krankenkassen-Studie über Ernährungssünden:Wohhabende - Vor Ernährungssünden nicht gefeit

Die Studie bestätigt, dass sich Menschen mit mehr Bildung und Einkommen prinzipiell mehr mit ihrer Ernährung auseinandersetzen und sich in vielerlei Hinsicht gesünder ernähren als Geringverdiener. Beispielsweise essen sie weniger Fleisch sowie weniger fette und kalorienlastige Gerichte. Dennoch haben auch sie einige Essgewohnheiten, die man bei ihrem Wissen und den finanziellen Ressourcen kaum erwarten würde.

So isst nur die Hälfte der Spitzenverdiener täglich frisches Obst oder Gemüse. Unter den Geringverdienern sind es dagegen drei Viertel. Fertiggerichte kommen bei Menschen mit höherer Bildung häufiger auf den Tisch. 44 Prozent der Menschen mit Abitur essen mindestens einmal wöchentlich Tiefkühlpizza oder Konservengerichte. Nur 36 Prozent der Menschen mit Hauptschulabschluss greifen regelmäßig zu derartigem Essen.

Gleichzeitig gehören Akademiker zu den größeren Frustessern und machen sich mehr Sorgen um ihr Gewicht. Obwohl sie im Schnitt schlanker sind als Menschen mit Hauptschulabschluss, probieren sie häufiger Diäten aus (52 Prozent gegenüber 30 Prozent).

Für die Studie hat das Meinungsinstitut Forsa 1000 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger ab 18 Jahren befragt. Allerdings gelten Selbstauskünfte über die Essgewohnheiten wissenschaftlich nicht als hundertprozentig sicher.

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