Krankenhäuser - Marburg:Uni-Klinikum Gießen und Marburg: Verhandlungen kommen voran

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Gießen/Marburg (dpa/lhe) - Die Verhandlungen um die weitere Zukunft des privatisierten Uni-Klinikums Gießen und Marburg (UKGM) stehen offenbar vor einem erfolgreichen Abschluss. In den Gesprächen hätten das Land Hessen, die Rhön Klinikum AG und das UKGM einen Durchbruch erzielt, um ein neues Zukunftspapier zur weiteren Zusammenarbeit und zur Absicherung des Investitionsbedarfs des UKGM für die nächsten zehn Jahre zu schließen, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Montag: "Wir sind zuversichtlich, dass wir nun alle zentralen Punkte geklärt haben, um diese bis Ende Januar in eine vertragliche Vereinbarung umsetzen zu können." Vorerst sollen die bestehenden Vereinbarungen bis Ende Februar verlängert werden.

Das Land und die zum Asklepios-Konzern gehörende Mehrheitseignerin Rhön-Klinikum AG verhandeln seit Monaten über die Weiterentwicklung und finanzielle Ausstattung des UKGM. Wesentliche Punkte sind Fördermittel des Landes für Investitionen sowie der Verzicht betriebsbedingter Kündigungen. Hintergrund der Gespräche ist, dass Rhön eine bisherige sogenannte Zukunftsvereinbarung für das UKGM gekündigt hatte. Die darin festgezurrten Regelungen und Absprachen zwischen Land und Konzern wären Ende des Jahres ausgelaufen.

Mit der angekündigten Einigung gebe man rechtzeitig vor Weihnachten allen Beschäftigten das klare Signal zur Sicherung des Klinikums in den Bereichen Krankenversorgung sowie Forschung und Lehre, erklärten Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne), Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) sowie UKGM und Rhön Klinikum: "Land und UKGM wollen in den nächsten zehn Jahren mindestens 800 Millionen Euro an den Standorten Gießen und Marburg investieren, um eine optimale Gesundheitsversorgung für die Menschen in der Region, die Qualität von Forschung und Lehre sowie die Sicherheit der Arbeitsplätze zu garantieren. Das UKGM verpflichte sich weiter, auf betriebsbedingte Kündigungen und auf die Ausgliederung von Betriebsteilen zu verzichten. Die Parteien arbeiteten nun mit Hochdruck an der Aktualisierung der Vertragswerke.

© dpa-infocom, dpa:221205-99-788908/2

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