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Krankenhäuser - Mainz:Voraussichtlich Zuschläge für weitere kleinere Kliniken

Mainz (dpa/lrs) - Neben den gemäß bundesweiter Regeln mit Finanzhilfen bedachten kleineren Krankenhäusern werden voraussichtlich weitere Kliniken in Rheinland-Pfalz ab 2020 Unterstützung bekommen. Ziel ist es, trotz eines in der Fläche kostendeckend kaum finanzierbaren Betriebs die Versorgung zu gewährleisten. Der Bund hatte die Länder ermächtigt, eigene Vorgaben für Sicherstellungszuschläge auszuarbeiten. Rheinland-Pfalz wolle davon Gebrauch machen, teilte das Gesundheitsministerium in Mainz am Montag mit. Zuvor hatte die "Rhein-Zeitung" darüber berichtet.

Konkret haben hierzulande ohnehin sieben Krankenhäuser ab 2020 Anspruch auf einen Sicherstellungszuschlag gemäß den bundeseinheitlich festgelegten Kriterien. Sie erhalten jährlich 400 000 Euro, auch ohne Defizit in der Bilanz, wie das Mainzer Ministerium mitteilte. Die sieben Häuser gehören zu einer deutschlandweiten Liste mit insgesamt 120 Krankenhäusern.

Eine bundeseinheitliche Vorgabe ist, dass im Versorgungsgebiet einer Klinik weniger als 100 Einwohner auf einen Quadratkilometer kommen. Diese Vorgabe könnte nun in Rheinland-Pfalz verändert werden, so dass mehr Krankenhäuser darunter fallen. Derzeit wird aber noch verhandelt. Der "Rhein-Zeitung" zufolge könnten dadurch sieben weitere Kliniken im Land bedacht werden.

Der auf Landeskriterien basierende Zuschlag soll - anders als bundesweit - jährlich neu und individuell zwischen Krankenhaus und Krankenkassen vereinbart werden. Mehrkosten sollen nicht von den Kassen zusätzlich, sondern von allen Krankenhäusern solidarisch finanziert werden.