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Krankenhäuser - Magdeburg:Beratungen über ärztliche Versorgung im Raum Havelberg

Deutschland
Landrat Carsten Wulfänger blickt in die Kamera. Foto: picture alliance/dpa/Archiv (Foto: dpa)

Havelberg (dpa/sa) - Das Krankenhaus in Havelberg soll bald zu einem Seniorenwohnheim werden - was bedeutet das für die ärztliche Versorgung der Menschen in der Region? Darüber beraten der Landkreis Stendal und Vertreter des Sozialministeriums am Donnerstagvormittag. Landrat Carsten Wulfänger (CDU) hatte das Treffen im Magdeburger Ministerium in die Wege geleitet.

Gemeinsam mit allen Verantwortlichen müssten mögliche Wege für den Fortbestand der medizinischen Versorgung gefunden werden, teilte Wulfängers Büro mit. Bei dem Gespräch sind allerdings weder die Betriebsräte noch KMG dabei. Der Termin sei nicht mit dem Konzern abgestimmt gewesen, sagte ein KMG-Sprecher. Vorstandschef Stefan Eschmann sei terminlich verhindert. "Wir wären gern dabei gewesen", sagte der Sprecher.

Der Betriebsrat kritisierte, dass kein Vertreter der Belegschaft anwesend sei. "Da es zurzeit um den Fortbestand der medizinischen Versorgung im Raum Havelberg geht, war von einer Teilnahme des Betriebsrates zum gegenwärtigen Zeitpunkt abzusehen", teilte das Büro des Landrats dazu mit.

Der Gesundheitskonzern KMG hatte die Umwidmung der Klinik in einer Pflegeeinrichtung vor knapp zwei Wochen bekanntgegeben. Das einzige Krankenhaus in der rund 6500-Einwohner-Stadt hat den Angaben zufolge 2019 nur noch rund 1500 stationäre Patientinnen und Patienten behandelt. Es sei ein Defizit von rund 1,7 Millionen Euro entstanden. Außer dem Seniorenheim will KMG am Standort auch ein Medizinisches Versorgungszentrum weiterbetreiben, das zumindest die ambulante Versorgung sicherstellen soll.

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