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Krank durch Zigaretten:Krebs und Mundgesundheit

Krebs

Im Rauch jeder einzelnen Zigarette stecken Chemikalien, die Krebs auslösen können. Und zwar nicht nur Lungenkrebs, sondern auch bösartige Tumoren der Mundhöhle, des Kehlkopfs und der Speiseröhre. Auch Krebs im Nasen- und Rachenraum, Leber- und Bauchspeicheldrüsenkrebs, Krebs der Niere und Harnblase sowie Brust- und Gebärmutterhalskrebs und bestimmte Formen der Leukämie können durch Rauchen ausgelöst werden.

Bei Lungenkrebs ist der Zusammenhang besonders deutlich: 90 Prozent der Männer und zirka 60 Prozent der Frauen, die in Deutschland an Lungenkrebs erkranken, sind oder waren Raucher, sagt die Statistik. Je länger und je mehr man raucht, je tiefer und öfter man inhaliert und je mehr Teer und Nikotin die Zigaretten enthalten, desto höher ist das Krebsrisiko.

Mundgesundheit

Raucher haben häufiger als Nichtraucher unschöne Verfärbungen an Zähnen, Lippen und Zahnfleisch sowie eine belegte Zunge. Weniger bekannt ist, dass auch die Mundgesundheit unter dem Tabakrauch leidet.

So büßen die Schleimhäute unter dem giftigen Qualm ihre Abwehrfunktion ein und Krankheitserreger haben leichteres Spiel. Das macht Raucher nicht nur anfälliger für Infekte, sie leiden auch häufiger an Parodontitis als Nichtraucher. Die Entzündung von Zahnfleisch und Zahnbett schwächt den Zahnhalteapparat und die Zähne können ausfallen. Studien zeigen, dass Raucher häufiger ihre Zähne verlieren als Nichtraucher.

Auch das Kariesrisiko steigt mit der Zahl der täglich gerauchten Zigaretten. Weil Wunden im Mundraum schlechter heilen, ist nach zahnärztlichen Eingriffen häufiger mit Komplikationen zu rechnen. Bei starken Rauchern können zum Beispiel Implantate verloren gehen.

Nichtraucherschutz in anderen Ländern

Wo Qualmen zur Qual wird