Kopfschmerzen Helfen Akupunktur und Biofeedback?

Akupunktur

Akupunktur-Nadeln können möglicherweise ebenfalls helfen. Und zwar sowohl das Stechen beliebiger Hautstellen als auch die Anwendung nach den Prinzipien der traditionellen chinesischen Medizin. Für Migräne-Patienten konnten Studien zeigen, dass die Akupunktur prophylaktisch wirksam ist. Für Patienten mit Spannungskopfschmerz ist die Studienlage nur dünn. Die Akupunktur ist eine für den Patienten kostenpflichtige IGeL-Leistung. Der IGeL-Monitor, der die freiwilligen Gesundheitsleistungen bewertet, beurteilt die Akupunktur zur Vorbeugung von Migräne als "tendenziell positiv", zur Prophylaxe von Spannungskopfschmerzen als "unklar".

Biofeedback

Beim Biofeedback lernt man, Körpervorgänge, die normalerweise unbewusst ablaufen, wahrzunehmen und zu steuern. Um sie erfahrbar zu machen, wird der Patient verkabelt, zum Beispiel mit Sensoren, die Gehirnströme, Hauttemperatur, Blutdruck oder Muskelspannung messen. Technische Geräte übersetzen die biologische Aktivität in Töne oder Linien auf einem Computerbildschirm. Der Patient bekommt damit eine direkte Rückmeldung (engl. feedback) über sein Inneres und lernt, durch Konzentration zur Ruhe zu kommen. Die Leitlinien der deutschen Gesellschaft für Neurologie empfehlen Biofeedback sowohl für Migränepatienten als auch für Betroffene von häufigem Spannungskopfschmerz. Allerdings übernehmen die Kassen die Kosten in der Regel nicht. Der IGel-Monitor sieht" bei Migränepatienten keine Hinweise auf einen Nutzen" und bewertet die Methode als "unklar".

Kein Nutzen bewiesen

Die Autoren der Leitlinie weisen darauf hin, dass zur Migräne-Behandlung zahlreiche Verfahren beworben werden, für die keine kontrollierten Studien vorliegen. Dazu gehören unter anderem die chiropraktische Therapie, lokale Injektionen in Nacken oder Kopfhaut, Hypnose, Fußreflexzonenmassage, Magnetfeldbehandlung und das Entfernen von Amalgamfüllungen beim Zahnarzt.