Kopfschmerzen Clusterkopfschmerz - Bohrender Schmerz an Schläfe und Auge

  • Clusterkopfschmerz äußert sich mit streng einseitigen, sehr starken Attacken. Der Schmerz reißt, bohrt oder brennt unerträglich im Bereich von Schläfe und Auge.
  • Typisch während der Schmerzattacke sind ein rotes, tränendes Auge, ein hängendes Augenlid sowie eine laufende Nase, Schweißausbrüche im Gesicht und eine allgemeine Bewegungsunruhe. Auch Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit kommen vor.
  • Die Attacken dauern zwischen 15 Minuten und drei Stunden. Oft kommen Sie unvermittelt, ohne erkennbaren Auslöser, gerne mitten im Schlaf. Viele Betroffene erkennen einen Rhythmus, etwa, dass die Attacken immer zur selben Uhrzeit auftreten.
  • Der englische Begriff "Cluster" bedeutet übersetzt "Häufung". Denn die Kopfschmerzattacken treten typischerweise während ein paar Wochen oder Monaten gehäuft auf, bis zu achtmal täglich. Dann verschwinden sie wieder für Monate oder Jahre.

Wer ist betroffen?

Clusterkopfschmerz ist selten. Weniger als ein Prozent der Bevölkerung erleben innerhalb eines Jahres eine Attacke. Männer sind dreimal so häufig betroffen wie Frauen. Clusterkopfschmerzen können in jedem Lebensalter auftreten. Am häufigsten beginnen sie im Alter von 20 bis 40 Jahren. Die Schmerzattacken können Betroffene ein Leben lang begleiten. Allerdings lässt der Schmerz bei einigen im höheren Alter nach.

Ursachen und Auslöser

Die Ursachen von Clusterkopfschmerz liegen im Dunkeln. Bekannte Auslöser von Kopfschmerzattacken sind Alkohol (auch kleine Mengen), manche Medikamente (z.B. Nitro-Präparate, das sind gefäßerweiternde Medikamente, die manche Herzpatienten bekommen) oder ein Aufenthalt in großer Höhe.

Manche Menschen leiden auch an mehreren Kopfschmerzarten parallel. Dann hilft ein Kopfschmerzkalender, in den man über einige Wochen alle Kopfschmerzen einträgt und beschreibt.