Hautkrebs-Risiko Eingecremt kann man keinen Sonnenbrand bekommen

Sonnencremes vermeiden Sonnenbrände - aber nur wenn sie korrekt angewendet werden. Daran aber hapert es bei vielen Sonnenanbetern. Studien haben gezeigt, dass die meisten Menschen viel zu wenig Sonnencreme auftragen. Sie verwenden nur ein Viertel bis die Hälfte der wirksamen Dosis. Sonnencreme sollte mindestens einen Lichtschutzfaktor von 15 haben und dick aufgetragen werden.

Und egal, was das Etikett verspricht, Wasser wäscht die Cremes zumindest in Teilen weg. Laut Stiftung Warentest darf sich ein Sonnenschutzmittel "wasserfest" nennen, wenn nach zweimal 20 Minuten Baden noch die Hälfte des ursprünglichen Schutzes vorhanden ist. Es ist daher ratsam, sich nach jedem Bad neu einzucremen. Guten Schutz bieten übrigens auch günstige Cremes vom Discounter.

Nachcremen bedeutet allerdings nicht, dass sich der Schutz immer wieder verlängert. Das erneute Auftragen der Lotion erhält ihn lediglich.

Entgegen landläufiger Annahme kann auch ein extrem hoher Lichtschutzfaktor die Strahlung nicht unbegrenzt abblocken. Jenseits des Faktors 50 ist kein nennenswerter zusätzlicher Schutz mehr zu erwarten. In Europa werden derartige Produkte daher auch pauschal mit der Angabe "50+" versehen. In einigen anderen Ländern werben Hersteller allerdings mit einem höheren Faktor wie 80 oder 100. Wer solche Mittel im Urlaub kauft, ist nicht besser geschützt als mit den heimischen "50+"-Präparaten.