HannoverWohlfahrtsverbände wollen höhere Pflegesätze durchsetzen

Hannover (dpa/lni) - Die Wohlfahrtsverbände in Niedersachsen wollen mit einer gemeinsamen Kostenkalkulation bei Krankenkassen, Kommunen und Trägern höhere Pflegesätze durchsetzen. "Wir möchten endlich den Teufelskreis der Unterfinanzierung der ambulanten Pflege durchbrechen und die Grundlagen für Verhandlungen auf der Basis tatsächlicher Kalkulationen schaffen", sagte der Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen, Hans-Joachim Lenke, am Donnerstag.

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Hannover (dpa/lni) - Die Wohlfahrtsverbände in Niedersachsen wollen mit einer gemeinsamen Kostenkalkulation bei Krankenkassen, Kommunen und Trägern höhere Pflegesätze durchsetzen. „Wir möchten endlich den Teufelskreis der Unterfinanzierung der ambulanten Pflege durchbrechen und die Grundlagen für Verhandlungen auf der Basis tatsächlicher Kalkulationen schaffen“, sagte der Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen, Hans-Joachim Lenke, am Donnerstag.

„Denn die nicht auskömmlichen Preise haben in der Vergangenheit dazu geführt, dass die Pflegekräfte angehalten wurden, immer mehr Leistungen in immer kürzerer Zeit zu erbringen.“ Dies habe die Gesundheitsbelastung der Pflegekräfte erhöht und viele zur Aufgabe ihres Berufes getrieben.

Gemeinsam mit der Caritas und der Arbeiterwohlfahrt will die Diakonie nun nach einem einheitlichen Kalkulationsschema für die Pflegedienste eine transparente Darstellung sämtlicher Kosten und die Berechnung von angemessenen Preisen erreichen. Verantwortliche aus der Praxis wollen dazu mit einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zusammenarbeiten.

Die Pflegesätze, die die Wohlfahrtsverbände in Niedersachsen für die Pflege abrechnen, waren lange Zeit die niedrigsten in Westdeutschland. AWO, Caritas, Diakonie und kommunale Träger von Sozialstationen vertreten über 200 Dienste in Niedersachsen, die weit mehr als 25 000 Pflegebedürftige versorgen.

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