Hannover (dpa/lni) - Im Streit um die Einführung einer Landarztquote will Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) zunächst abwarten, ob sich der Ärztemangel auf andere Weise beheben lässt. „Die Frage einer Landarztquote wird sich erst stellen, wenn sich alle jetzt getroffenen Maßnahmen als nicht ausreichend erweisen“, sagte Weil der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Die Landesregierung habe die Schaffung von 60 neuen Medizinstudienplätzen beschlossen, außerdem gebe es Anreizprogramme der Kassenärztlichen Vereinigung (KVN) für die Ansiedlung von Medizinern auf dem Land. Im Landtagswahlkampf hatte Weil angeregt, zehn Prozent der Medizinstudenten zum Landarzteinsatz zu verpflichten. Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) sperrt sich jedoch dagegen und will verstärkt auf Anreize und Freiwilligkeit setzen.
HannoverWeil will über Landarztquote erst später entscheiden
Hannover (dpa/lni) - Im Streit um die Einführung einer Landarztquote will Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) zunächst abwarten, ob sich der Ärztemangel auf andere Weise beheben lässt. "Die Frage einer Landarztquote wird sich erst stellen, wenn sich alle jetzt getroffenen Maßnahmen als nicht ausreichend erweisen", sagte Weil der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Die Landesregierung habe die Schaffung von 60 neuen Medizinstudienplätzen beschlossen, außerdem gebe es Anreizprogramme der Kassenärztlichen Vereinigung (KVN) für die Ansiedlung von Medizinern auf dem Land. Im Landtagswahlkampf hatte Weil angeregt, zehn Prozent der Medizinstudenten zum Landarzteinsatz zu verpflichten. Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) sperrt sich jedoch dagegen und will verstärkt auf Anreize und Freiwilligkeit setzen.
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