HannoverLand will Krankenhäuser in Energiekrise stützen

Daniela Behrens, Gesundheitsministerin von Niedersachsen.
Daniela Behrens, Gesundheitsministerin von Niedersachsen. Ole Spata/dpa/Archivbild

Die Landesregierung hat den Krankenhäusern in Niedersachsen zusätzliches Geld zur Bewältigung der Energiekrise in Aussicht gestellt. Gesundheitsministerin...

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Hannover (dpa/lni) - Die Landesregierung hat den Krankenhäusern in Niedersachsen zusätzliches Geld zur Bewältigung der Energiekrise in Aussicht gestellt. Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) kündigte an, in einem Nachtragshaushalt sollten weitere 40 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt werden, um gestiegene Baukosten der Kliniken abzufedern. Außerdem sollten die Investitionen in Krankenhäuser ausgebaut werden. Derzeit stünden dafür 800 Millionen Euro bis 2025 bereit - das sei zwar bereits mehr als früher, aber nur ein Drittel von dem, was nötig sei, sagte Behrens nach einem Treffen mit Vertretern von Krankenhäusern, Krankenkassen und Kommunen am Dienstag in Hannover.

Energieminister Olaf Lies (SPD) betonte nach den Gesprächen, dass die Energieversorgung der Kliniken und der anhängenden Bereiche sichergestellt sei. Zwar seien rund 90 Prozent der Krankenhäuser abhängig von Gas, allerdings seien sie als Teil der kritischen Infrastruktur auch besonders geschützt. Für ihre Versorgung sei genug Gas eingespeichert, sagte Lies, eine Versorgungsnotlage gebe es in diesem Bereich nicht. Allerdings befürchteten die Krankenhausbetreiber eine Verfünffachung ihrer Energiekosten im kommenden Jahr.

Die Kliniken klagen schon länger über personelle und wirtschaftliche Engpässe. Laut einer Umfrage von Anfang 2022 sehen sich mehr als drei Viertel der Kliniken mittel- bis langfristig in ihrer Existenz bedroht. Von der Krankenhausgesellschaft hieß es, man kämpfe seit Jahren mit dem Fachkräftemangel, überbordender Bürokratie sowie ungenügender Finanzierung.

© dpa-infocom, dpa:220830-99-567469/2

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