München (dpa/lby) - Bayern ist mit Abstand Spitzenreiter in Deutschland, wenn es um den Einsatz künstlicher Kniegelenke geht. Die Bertelsmann-Stiftung hat errechnet, dass in Bayern im Jahr 2016 auf 100 000 Einwohner gerechnet 260 solche Eingriffe vorgenommen wurden. In Mecklenburg-Vorpommern lag die Vergleichszahl bei nur 164. Nach Einschätzung von Krankenkassen setzen im Freistaat Ärzte und Kliniken besonders intensiv darauf, mit Knie-OPs ihre Einnahmen zu steigern. Die Bayerische Krankenhausgesellschaft sieht hingegen unter anderem in einer besonders hohen Nachfrage der Patienten eine Ursache für die auffälligen Zahlen.
„Knie-Operationen sind ein Geschäft, das sich rechnet“, so erklärt die Vorständin des Landesverbands der Betriebskrankenkassen, Sigrid König, die hohe Zahl von Kniegelenks-OPs in Bayern.