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Gesundheit - Worms:Corona-Krise: Landtagsausschuss tagt digital

Corona
Ein Mann an einem Laptop. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

Mainz (dpa/lrs) - Die Corona-Krise verändert auch die Arbeit des rheinland-pfälzischen Landtags deutlich. Heute wird erstmals eine Sitzung eines Ausschusses komplett digital organisiert. Der Gesundheitsausschuss, auf den in diesen Zeiten noch aufmerksamer als sonst geschaut wird, tritt virtuell ab 10.00 Uhr zusammen.

Die Generalprobe für diese neue Art der Zusammenkunft hat nach Angaben von Landtagssprecher Marco Sussmann gut funktioniert. Auf dem Programm des Ausschusses für die Sitzung steht nur ein Punkt: die Corona-Pandemie. Zugeschaltet sein wird auch Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD).

Die Zahl der in Rheinland-Pfalz an dem neuen Coronavirus infizierten Menschen stieg bis Montag 10.00 Uhr auf 3917. Das waren 1,8 Prozent mehr als am Tag davor - ein deutlich schwächerer Zuwachs als eine Woche zuvor mit 5,5 Prozent. Bis Montag 10.00 Uhr hab es 33 Corona-Todesfälle, nach 32 am Sonntag. Darunter waren sieben in der Stadt Koblenz und vier im Westerwaldkreis.

Im Umgang mit der Corona-Krise helfen nach Einschätzung von Klaus Lieb vom Leibniz-Instituts für Resilienzforschung (LIR) Geduld, gezielt positive Gefühle und reduzierter Medienkonsum. "Zweimal am Tag Nachrichten schauen - morgens und abends - und sich nicht die ganze Zeit mit Corona beschäftigen, weil das die ganzen negativen Emotionen noch verstärkt", riet der wissenschaftliche Geschäftsführer des renommierten Instituts im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

Die Menschen sollten sich auch nicht zu sehr mit traurigen Einzelschicksalen befassen, sondern mit Zahlen, Statistiken und ausschließlich mit bestätigten Informationen vertrauenswürdiger Quellen. Damit die Menschen gut - und ohne schwere psychische Krisen und akute Verzweiflungssituationen - durch die Corona-Krise kommen, müssten vor allem finanzielle Probleme gelöst werden, forderte Lieb. Die Krise biete aber auch viele Chancen, betonte der Wissenschaftler. "Das Positive ist zum Beispiel, dass man inne hält, dass man schaut, was ist eigentlich wesentlich, auf was kommt es an im Leben, was möchte ich eigentlich? Wie möchte ich eine Gesellschaft haben?"

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