Kiel (dpa/lno) - Videosprechstunden mit Ärzten werden in Schleswig-Holstein auch nach Corona häufiger genutzt als vor der Pandemie. Versicherte der AOK NordWest kamen im vergangenen Jahr in 12.331 Fällen auf diese Weise in Kontakt mit Ärztinnen und Ärzten im Land. Das waren 551 weniger als im Vorjahr, aber weit mehr als vor der Pandemie, wie die Krankenkasse am Dienstag mitteilte. Im Jahr 2019 hatten sich nur sieben AOK-Versicherte per Video, über PC, Laptop oder Smartphone beraten lassen und im Jahr darauf 9636.
„Wurden die virtuellen Sprechstunden zunächst vor allem wegen der Infektionsgefahr mit Covid-19 genutzt, haben sie sich inzwischen auch außerhalb der Corona-Hochphasen als verlässliche Alternative zum persönlichen Praxisbesuch etabliert“, kommentierte der Vorstandsvorsitzende Tom Ackermann. Videosprechstunden hätten sich als effiziente und zeitgemäße Form der medizinischen Versorgung bewährt. Sie ermöglichten eine effizientere Nutzung von Ressourcen, da weniger Praxisbesuche notwendig seien und Wartezeiten reduziert würden. Durch die Integration von künstlicher Intelligenz und digitalen Gesundheitsanwendungen könne die Telemedizin weiter verbessert werden.
Laut AOK nutzten Psychotherapeuten und psychotherapeutisch tätige Ärzte sowie Kinder- und Jugendpsychotherapeuten am häufigsten die Videosprechstunden. Es folgten Allgemeinmediziner vor der Fachgruppe Innere Medizin/Rheumatologie.
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