GesundheitTraurige Corona-Bilanz: Mehr als 3200 Tote in Sachsen

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Ein Mann zeigt einen Abstrich für das Testverfahren auf das Virus SARS-CoV-2.
Ein Mann zeigt einen Abstrich für das Testverfahren auf das Virus SARS-CoV-2. Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Durch die Corona-Pandemie haben Tausende in Sachsen im zurückliegenden Jahr Angehörige, Freunde oder Nachbarn verloren. Insgesamt starben mehr als 3200 Menschen...

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Dresden/Leipzig/Plauen (dpa/sn) - Durch die Corona-Pandemie haben Tausende in Sachsen im zurückliegenden Jahr Angehörige, Freunde oder Nachbarn verloren. Insgesamt starben mehr als 3200 Menschen im Freistaat seit Ausbruch der Pandemie mit oder an dem Virus, wie aus Zahlen der Landesuntersuchungsanstalt vom Donnerstag hervorgeht. Insgesamt haben sich 2020 rund 135 000 Menschen hierzulande nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt. Und auch zum Jahreswechsel war Sachsen bundesweiter Hotspot. Besonders dramatisch war die Situation im Vogtlandkreis und dem Landkreis Meißen. Laut Robert Koch-Institut (RKI) lag dort die 7-Tage-Inzidenz bei etwa 762 und 601 - so hoch wie in keiner anderen Region bundesweit.

Für Sachsen insgesamt meldete die Landesuntersuchungsanstalt am Donnerstag 2879 neue Corona-Infektionen im Vergleich zum Vortag (Stand: 31. Dezember 12.30 Uhr). Zudem kamen 114 weitere Todesfälle hinzu. Die 7-Tage-Inzidenz wurde mit 327 angegeben, so dass der Freistaat negativer Spitzenreiter in Deutschland bleibt. In Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein liegt der Wert laut RKI unter 100. Er gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche an.

Der Landrat des Vogtlandkreises Rolf Keil (CDU) räumte am Donnerstag ein, dass es in seinem Landkreis jüngst größere Rückstände bei der Abarbeitung von Infektionsfällen durch das Gesundheitsamt gab. Daher seien Schuluntersuchungen ausgesetzt, das Personal aufgestockt und Unterstützung der Bundeswehr angefordert worden, hieß es in einer Mitteilung. Weitere Aufstockungen sollen zu Jahresbeginn folgen. Die Behörde werde auch über das lange Wochenende arbeiten, um Rückstände aufzuarbeiten, versicherte Keil. Großen Anteil am Anstieg der Neuinfektionen hätten Pflegeheime, ein weiterer Faktor seien Verstöße gegen die Regeln der Corona-Schutz-Verordnung.

Auf größere Partys müssen die Sachsen zum Jahreswechsel unter Corona-Bedingungen derweil verzichten. Wie überall in der Bundesrepublik durfte im Freistaat kein Feuerwerk verkauft werden. Zudem gelten in etlichen Kommunen wie Dresden, Chemnitz und im Erzgebirgskreis flächendeckende Böllerverbote.

Leipzig als Sachsens größte Stadt hat das Zünden von Feuerwerk nur in drei Zonen untersagt. Dafür gilt in der Stadt ein Ansammlungsverbot. Nach den Silvester-Krawallen im Stadtteil Connewitz im vorigen Jahr plant die Leipziger Polizei erneut einen größeren Polizeieinsatz. Dabei stünden die Durchsetzung der Corona-Regeln und das Vermeiden von Menschenansammlungen im Vordergrund, teilte die Polizei mit.

Gegen die Böllerverbote in Dresden und Chemnitz waren mehrere Eilanträge bei den Verwaltungsgerichten eingegangen. Die Kläger wollten durchsetzen, dass sie im privaten Umfeld Feuerwerk zünden dürfen. Die Gerichte bestätigten die Verbote jedoch.

Anders als zu Weihnachten sind die Kontaktbeschränkungen zu Silvester in Sachsen nicht gelockert worden. Es dürfen sich maximal fünf Personen aus zwei Hausständen treffen. Die Ausgangssperre wird in der Silvesternacht aber zwischen 22 und 6 Uhr aufgehoben. Wer auf der Straße auf das neue Jahr anstoßen will, muss allerdings zu Saft oder Wasser greifen. Das Alkoholverbot in der Öffentlichkeit sowie die Abstands- und Maskenvorschriften gelten weiterhin.

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