GesundheitSchwangerschaftsdiabetes nimmt zu: Jede Siebte betroffen

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Eine schwangere Frau mit einem Stützgürtel geht auf einer Straße entlang.
Eine schwangere Frau mit einem Stützgürtel geht auf einer Straße entlang. Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

Alarmierende Zahlen von der AOK: Jede siebte Schwangere hat 2021 die Diagnose „Schwangerschaftsdiabetes“ bekommen. Fünf Jahre zuvor war es jede Zwölfte. Risikofaktoren sind Alter und Übergewicht.

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

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Schwerin (dpa/mv) - Schwangerschaftsdiabetes ist laut AOK in Mecklenburg-Vorpommern stark auf dem Vormarsch. Im Jahr 2021 erhielt jede siebte Schwangere diese Diagnose, teilte die AOK Nordost nach der Auswertung eigener Daten mit. Im Jahr 2016 sei es erst jede Zwölfte gewesen. Das sei ein Anstieg um 70 Prozent.

Ein sogenannter Gestationsdiabetes bedeute ein Risiko für den Verlauf der Schwangerschaft. Als Riskofaktoren gelten Alter und Übergewicht. Werde ein Schwangerschaftsdiabetes nicht behandelt, drohten eine Frühgeburt, ein hohes Geburtsgewicht des Kindes oder Anpassungsstörungen nach der Geburt.

Die Gynäkologin am AOK-Ärztehaus Centrum für Gesundheit in Berlin, Kerstin Runiewicz, erklärte: „Ich sehe immer mehr schwangere Patientinnen, die ein Risiko dafür mitbringen, zum Beispiel, weil sie übergewichtig beziehungsweise adipös sind oder, weil sie sich zu wenig bewegen.“

Zudem steige das Alter von Schwangeren. Laut der Kasse waren AOK-versicherte Mütter aus MV bei der Geburt ihres Kindes 2016 im Schnitt 29,4 Jahre alt, 2021 dann 30 Jahre. Während von den Frauen, die im Alter von 20 bis 29 Jahren ein Kind bekamen, nur 3,5 Prozent die Diagnose Gestationsdiabetes erhielten, waren es bei den 30- bis 39-Jährigen rund 14 Prozent und bei den über 40-Jährigen sogar rund 24 Prozent, wie es hieß. Diese Angaben beziehen sich auf die Jahre 2016 bis 2021.

Ein weiterer Grund für die Zunahme der Zahlen ist laut AOK, dass heute häufiger auf Schwangerschaftsdiabetes getestet wird als früher. Inzwischen müsse allen Schwangeren in Deutschland im sechsten oder siebten Monat der Schwangerschaft ein Test auf Gestationsdiabetes angeboten werden.

Empfohlen wird Schwangeren bei der Diagnose Schwangerschaftsdiabetes den Angaben zufolge eine Änderung des Lebensstils und eine Regulierung des Zuckerwertes durch einen Diabetologen. Komplikationen können somit im besten Fall verhindert werden.

Die AOK Nordost ist in MV die größte Krankenkasse. Rund jede und jeder Vierte ist den Angaben zufolge in dem Bundesland bei der AOK Nordost versichert.

© dpa-infocom, dpa:230718-99-439288/2

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