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Gesundheit - Saarbrücken:Studenten beteiligen sich an neuem Infektions-Meldesystem

Saarbrücken (dpa/lrs) - Zwei Informatik-Studenten aus dem Saarland beteiligen sich an der Entwicklung eines neuen Systems zur Erfassung von Corona-Infektionsfällen. Das sogenannte Infektionsmelde- und Informationssystem (IMIS) soll den kompletten Verlauf einer Infektion, vom Anfangsverdacht über die Diagnose bis zur Meldung, dokumentieren und Abläufe vereinfachen, wie die Universität des Saarlandes am Mittwoch mitteile. Demnach ist das Projekt aus dem "WirVsVirus"-Hackathon, einem von der Bundesregierung veranstalteten Online-Treffen von Entwicklern, hervorgegangen.

Wann und ob IMIS an den Start geht, steht noch nicht fest. Derzeit läuft laut dem IMIS-Team der Antrag für eine staatliche Förderung, auch Pilotprojekte in ersten Gesundheitsämtern seien in Planung.

Mit der neuen Software werde zunächst der behandelnde Arzt oder Mitarbeiter von Gesundheitsämtern die Daten eines Patienten zu Symptomen, Vorerkrankungen und Infektionsketten, ins IMIS eintragen. Daraufhin erhalte jeder Verdachtsfall eine Identifikation in Form eines QR-Codes. Wird ein Test verordnet, könne der Patient diesen Code an der Teststelle scannen lassen, eine erneute händische Abfrage der Patientendaten entfalle damit. Die entnommene Probe werde mit der Patienten-ID verknüpft. Das Labor könne dann das Ergebnis in das System eingeben, Arzt und Gesundheitsamt würden informiert.

"Die enorme Zeitersparnis während des Meldeprozesses würde dafür sorgen, dass vor allem bei Gesundheitsämtern wichtige Ressourcen frei werden, die dann an anderer Stelle besser eingesetzt werden können", sagte Jonas Cirotzki, einer der Saarbrücker Studenten. Die zwei Saarländer sind auch Teil eines rund 20-köpfigen Teams, das nun nach dem Hackathon das Projekt ehrenamtlich weiterführt.

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