Gesundheit - Parchim:Aus für Kinderstation Parchim: Sondersitzung in Ausschuss

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Schwerin/Parchim (dpa/mv) - Die bevorstehende Schließung der Kinderstation am Asklepios-Krankenhaus in Parchim verstärkt die Unzufriedenheit mit den medizinischen Angeboten für kleine Patienten in Mecklenburg-Vorpommern. Der Sozialausschuss des Landtags tritt deshalb heute zu einer Sondersitzung zusammen. Beantragt hat dies die CDU in der Opposition.

Für Kritik hatte bereits vergangene Woche ein Verbot der Behandlung von Frühchen mit weniger als 1250 Gramm Geburtsgewicht ab 2023 am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg gesorgt. Bereits vor zwei Jahren schloss die Geburtshilfe am Krankenhaus Crivitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) trotz Protesten der Bevölkerung.

Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) sagte ihre Teilnahme an der zweitägigen Brüssel-Reise des Landeskabinetts am Montag und Dienstag ab, um im Ausschuss Rede und Antwort zu stehen.

Sie bedauere die kurzfristig bekannt gegebene Entscheidung der Asklepios-Geschäftsführung, erklärte sie zur Schließung der Kinderstation in Parchim Ende September. Ihr Ministerium werde die vom Konzern zugrunde gelegten Zahlen und Aussagen prüfen. Asklepios hat die Schließung mit zu geringen Fallzahlen begründet. Sie kündigte Gespräche mit Asklepios und dem Landkreis Ludwigslust-Parchim zur künftigen medizinischen Versorgung von Kindern in der Region an.

© dpa-infocom, dpa:220926-99-906302/2

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