Gesundheit - Magdeburg:Linke für frühere Schulöffnung: Lehrergewerkschaft dagegen

Bildung
Thomas Lippmann (Die Linke), Fraktionsvorsitzender. Foto: Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa (Foto: dpa)

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Magdeburg (dpa/sa) - Die Linke im Magdeburger Landtag hat gefordert, den Schulbetrieb früher hochzufahren als geplant. Die stufenweise Öffnung sollte bereits nach den Winterferien ab dem 15. Februar beginnen, forderte Linken-Fraktionschef Thomas Lippmann am Mittwoch. Angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens sei es völlig unverständlich, warum das Bildungsministerium erst zwei Wochen später starten wolle. Die Lehrergewerkschaft GEW kritisierte die Öffnungspläne hingegen als verfrüht. Erst wenn es weniger als 50 Fälle je 100 000 Einwohnern und Woche gebe, könne es flächendeckenden Präsenzunterricht geben, teilte die Gewerkschaft am Mittwoch mit.

Beide beziehen sich auf ein Konzept, dass Bildungsminister Marco Tullner (CDU) am Dienstag bekanntgegeben hatte: Demnach sollen die Schulen in allen Landkreisen wieder für alle Jahrgänge öffnen, wenn es dort fünf Schultage lang weniger als 200 Neuinfektionen je 100 000 Einwohnern und Woche gibt. Grund- und Förderschüler lernen dann jeden Tag mit einem fest zugeteilten Lehrer. An allen anderen Schulformen sollen die Klassen in Gruppen geteilt werden, die Schüler lernen dann abwechselnd in der Schule und zu Hause. Ähnliche Regeln galten schon einmal nach dem ersten Lockdown im April 2020.

In Kreisen, die eine Schulwoche lang weniger als 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner und Woche melden, soll wieder Regelunterricht möglich sein. Steigt der Wert wieder über 200, gibt es Distanzunterricht.

Bis auf Anhalt-Bitterfeld und den Burgenlandkreis erfüllten alle Kreise bereits jetzt die Bedingungen für die erste Öffnungsstufe, kritisierte der Linken-Oppositionspolitiker Lippmann. "Jeder Tag länger im harten Lockdown beeinträchtigt die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen und belastet die Familien." GEW-Landeschefin Eva Gerth sprach hingegen von einer "erheblichen Mehrbelastung unter hohen Gesundheitsgefahren" für die Lehrerinnen und Lehrer.

© dpa-infocom, dpa:210203-99-285915/2

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