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Gesundheit - Magdeburg:Linke: Corona-Hilfen für Geringverdiener und Arbeitslose

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Magdeburg (dpa/sa) - Die Linke-Fraktion in Sachsen-Anhalt fordert in der Corona-Krise zusätzliche Hilfen für Menschen mit geringem Einkommen. "Wir müssen aufpassen, dass uns der Soziale Friede jetzt nicht um die Ohren fliegt", sagte Fraktionschefin Eva von Angern am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Sie gehe angesichts der stark steigenden Infektionszahlen davon aus, dass ein harter Lockdown unumgänglich ist. "Dabei brauchen wir unbedingt einheitliche Regelungen", forderte von Angern. Ein uneinheitliches Vorgehen der Länder gefährde die Akzeptanz der Maßnahmen in der Bevölkerung.

Die Corona-Pandemie verschärfe Armut und soziale Ungleichheit enorm, sagte von Angern. Alleinerziehende, Arbeitslose, Menschen mit geringem Einkommen sowie kinderreiche Familien und Rentner seien daher besonders von der Krise betroffen. Die Linke will im Landtag deshalb fordern, das Kurzarbeitergeld unabhängig von der Bezugsdauer auf 100 Prozent anzuheben und den Hartz-IV-Regelsatz auf 644 Euro anzuheben. Darüber hinaus fordert die Linke-Fraktion eine Altersgrundsicherung und einkommensunabhängige Kindergrundsicherung.

Schüler sollen außerdem mit Computern und Druckern für den Fernunterricht ausgestattet werden. Wie auch die Grünen fordert die Oppositionspartei, den Präsenzunterricht an Schulen zunächst auszusetzen. Bildungsminister Marco Tullner (CDU) lehnt das jedoch mit Hinweis auf das Recht auf Bildung und schlechte Erfahrungen mit Fernunterricht im Frühjahr ab. Der Landtag dürfte sich nächste Woche erneut ausgiebig mit der Pandemie befassen, am Wochenende wird außerdem eine weitere Runde von Bund und Ländern erwartet.

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