GesundheitKrankenkasse: Jeder zwölfte Beschäftigte ist tabaksüchtig

Zigarettenkippen liegen in einem Aschenbecher.
Zigarettenkippen liegen in einem Aschenbecher. Fernando Gutierrez-Juarez/dpa/Symbolbild

Rauchen im Job - für viele Menschen ist der Griff zum Glimmstängel trotz der gesundheitlichen Risiken Usus. Eine Krankenkasse sieht sogar einen Trend hin zur Kippe.

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Etwa jeder zwölfte Beschäftigte ist in Nordrhein-Westfalen nach Angaben einer Krankenkasse tabaksüchtig. Wie die KKH Kaufmännische Krankenkasse am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte, waren 83 von 1000 bei ihr versicherten Beschäftigten im Jahr 2022 diagnostizierte Fälle - rund 10.700 KKH-Versicherte waren damals also wegen Abhängigkeit, Entzugserscheinungen, akuten Tabakrauschs oder psychischer Probleme, die mit Tabak zusammenhingen, beim Arzt gewesen. 2019 - also vor Corona - waren es noch 79 von 1000 gewesen und 2012 nur 57 von 1000. Es gebe immer mehr berufstätige exzessive Raucherinnen und Raucher, schlussfolgert die KKH aus den Daten, die zeitversetzt anonymisiert ausgewertet werden. Aktuellere Angaben lagen zunächst nicht vor.

Die Krankenkasse warnt vor den Folgen des Tabakkonsums. „Bereits ab einer Zigarette am Tag gefährden Raucherinnen und Raucher ihre Gesundheit“, sagte Michael Falkenstein, Experte für Suchtfragen bei der KKH. Mit jeder weiteren Zigarette steige die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit, von Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Krebs deutlich. E-Zigaretten, in denen zwar kein Tabak mehr verbrannt wird, aber bestimmte Substanzen erhitzt und inhaliert werden, sieht der Fachmann nicht als geeignete Alternative. „Auch E-Zigaretten sind ein Suchtmittel“, erklärte Falkenstein. „Sie enthalten ebenfalls gefährliche Stoffe, die zu schweren Erkrankungen führen können.“

© dpa-infocom, dpa:240529-99-203167/2

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