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Gesundheit - Hannover:Krankenkasse: Immer mehr Rauschtrinker in MV

Schwerin (dpa/mv) - Alkoholkonsum ist nach Angaben der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) ein wachsendes Problem in Mecklenburg-Vorpommern. Im Jahr 2017 seien rund 1200 KKH-Versicherte im Nordosten wegen eines akuten Alkoholrauschs oder alkoholbedingter psychischer Probleme ärztlich behandelt worden - 54 Prozent mehr als noch 2007, teilte die Kasse am Dienstag in Schwerin mit. Im Bundesdurchschnitt sei der Anstieg mit 37 Prozent deutlich geringer ausgefallen.

Männer sind demnach deutlich häufiger von Alkoholerkrankungen betroffen: Ihr Anteil sei in Mecklenburg-Vorpommern etwa viermal so hoch ist wie der der Frauen. Allerdings sei der Anstieg bei den Frauen mit 59 Prozent höher als bei den Männern (plus 45 Prozent) gewesen.

Das Robert Koch-Institut spricht den Angaben zufolge von Rauschtrinken, wenn Betroffene mindestens einmal im Monat sechs oder mehr alkoholische Getränke bei einer Gelegenheit, beispielsweise einer Party, konsumieren. Als gesundheitlich riskant gelten demnach bei Frauen bereits mehr als 0,3 Liter Bier und bei Männern mehr als 0,6 Liter Bier pro Tag. Mindestens zwei Tage in der Woche sollten alkoholfrei sein, riet die Krankenkasse.