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Gesundheit - Hamburg:Trotz Hitzewelle keine Blaualgen in Hamburger Badegewässern

Deutschland
Ein Mann schwimmt in einem See in dem Schlieren zu sehen sind. Foto: Sina Schuldt/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Hamburg (dpa/lno) - Badeverbote wegen Blaualgen sind trotz der Hitzewelle in Hamburg derzeit nicht in Sicht. "Wir haben bisher gar kein Aufkommen und es ist noch kein Thema", sagte Eva-Lotte May, Sprecherin der Umweltbehörde in der Hansestadt. "Aber es ist etwas, womit wir rechnen." Der Juli war in diesem Sommer kühl und regenreich, erst im August kamen die hohen Temperaturen in den Norden. Im vergangenen Jahr war die Algenblüte schon Ende Juni und damit sehr früh aufgetreten.

Erkennbar sind Blaualgen an einer grünlichen Trübung oder Algenschlieren auf der Wasseroberfläche. Biologisch gesehen sind Blaualgen Bakterien. Ursachen eines starken Wachstums können ein hoher Phosphatgehalt und sommerliche Temperaturen sein.

Die Schwimmbedingungen in allen 14 Hamburger Badegewässern sind damit laut Umweltbehörde bestens, lediglich im Allermöher See müsse wegen der hohen Wassertemperaturen mit Zerkarien gerechnet werden. Die Larven von kleinen Saugwürmern sind Verursacher der sogenannten Badedermatitis, sie verursachen einen juckender Hautausschlag und Quaddeln.

Vom Baden in Alster und Elbe wird ausdrücklich abgeraten. Die Umweltbehörde warnt vor der Badequalität in der Alster und allem, was darin herumschwimmt. Besonders nach Starkregen könne Mischwasser aus Sielüberläufen und damit auch ungeklärtes Abwasser in den Fluss gelangen. Dies könne zu hoher Keimbelastung führen. Auch der Schiffs- und Bootsverkehr könne gefährlich werden für Wassersportler und Badende. Auch habe sich in der Alster über Jahrzehnte unter Wasser einiges an Scherben, Schutt, Blech oder Müll angesammelt. Wegen Strömung, Wellengang, Industrie und des regen Schiffsverkehrs ist auch die Elbe zum Baden ungeeignet. Im Hamburger Bereich gebe es keine Badestellen.

Alle drei Wochen werden die Hamburger Badegewässer beprobt, bei einem hohen Aufkommen der Cyanobakterien (Blaualgen) auch häufiger. Aktuelle Warnhinweise können Bürgerinnen und Bürger im Internet finden (www.hamburg.de/badegewaesser).

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