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Gesundheit - Hamburg:Fahrschulen-Demo und Debatte über mehr Kita-Betreuung

Corona
Ein Schild mit der Aufschrift "Fahrschule" ist auf einem Fahrschulauto befestigt. Foto: Swen Pförtner/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Hamburg (dpa/lno) - In der Corona-Krise will Hamburg Mitte Mai den nächsten Schritt für mehr Kita-Betreuung gehen - Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) will sich heute näher dazu äußern. Seit dem 22. April hat Hamburg die Notbetreuung in den Kitas ausgeweitet. Seither können auch berufstätige Alleinerziehende die Betreuung in Anspruch nehmen, die nach der Einstellung des Regelbetriebes vor allem für Kinder vorbehalten waren, deren Eltern in systemrelevanten Bereichen wie dem Gesundheitswesen oder bei Polizei und Feuerwehr beschäftigt sind.

Eine ungewöhnliche Demonstration haben Hamburgs Fahrschulen heute geplant. Sie wollen mit einem Autokorso um die Binnenalster ein Zeichen Richtung Senat setzen, um auf ihre schwierige wirtschaftliche Situation in der Corona-Krise aufmerksam zu machen. "Wir sind stiefmütterlich behandelt worden", kritisierte Sabine Darjus, Vorsitzende des Fahrlehrerverbandes Hamburg. Die Fahrschulen in der Hansestadt fühlten sich benachteiligt. Der Verband hat für die Protestaktion 100 Fahrzeuge bei den Behörden angemeldet.

Bis zum 31. Mai dürfen Fahrschulen laut Verordnung weder theoretischen noch praktischen Unterricht anbieten. Dagegen können Friseure und andere Geschäfte seit Montag im Zuge der Lockerungsmaßnahmen wieder öffnen.

In der Hansestadt gibt es insgesamt 170 Fahrschulen mit etwa 400 Fahrlehrern. Viele Betriebe fürchten angesichts der Schutzmaßnahmen um ihre Existenz. Der Verband fordert daher schnellstmöglich Lockerungen auch für seine Mitglieder.

Die Zahl der positiv auf das neue Sars-Cov-2-Virus getesteten Hamburger ist seit Mittwoch um 26 auf 4907 gestiegen. Laut Robert Koch-Institut (RKI) können davon rund 4000 inzwischen als genesen angesehen werden, wie die Gesundheitsbehörde am Donnerstag mitteilte. Sie gehe aktuell von rund 700 mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Hamburgern aus.

Die Zahl der an einer Covid-19-Infektion gestorbenen Hamburger stieg nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) um 5 auf 183. Nach RKI-Angaben sind in Hamburg 194 Personen mit einer Covid-19-Infektion gestorben - 4 mehr als am Vortag.

Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben 127 Hamburger wegen Covid-19 in stationärer Behandlung, sieben weniger als am Vortag. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf einer Intensivstation sank um einen auf 48.

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