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Gesundheit - Berlin:Berliner fordert Pfand auf Zigaretten

Berlin (dpa/bb) - Gibt es künftig auch Pfand auf Zigarettenkippen? Das fordert zumindest der Berliner Stephan von Orlow. Der 49-Jährige hat eine Petition für sein Konzept gestartet und im Internet bereits mehr als 50 000 Unterschriften gesammelt. "Ich bin sicher, wir kriegen mit einem Pfand 90 Prozent aller Kippen beseitigt", sagt von Orlow. Im Blick hat er vor allem achtlos weggeworfene Zigarettenstummel, die die Umwelt verschmutzen. Der Deutsche Zigarettenverband hält von der Idee nichts.

Von Orlows Konzept: 20 Cent Pfand pro Zigarette, also etwa vier Euro pro Packung. Raucher sollen die Kippen in Taschenaschenbechern sammeln und in jeder Zigaretten-Verkaufsstelle zurückgeben können. "Täglich werden in Deutschland über 200 Millionen Zigaretten geraucht. Der allergrößte Teil von ihnen landet danach auf Straßen, im Grün und früher oder später in unseren Gewässern", heißt es in seiner Petition.

"Pfandsysteme sind sinnvoll, um ein Produkt oder eine Verpackung oder seinen Rohstoff wiederzuverwerten oder zurück in den Wertstoffzyklus zuführen. Für weggeworfene Zigarettenkippen gilt dies aus heutiger Sicht nicht", sagt der Geschäftsführer des Zigarettenverbands, Jan Mücke. Achtlos weggeworfene Zigarettenkippen verschmutzten die Umwelt, seien aber im Wesentlichen auf das Fehlverhalten einzelner Verbraucher zurückzuführen.

Von Orlow will Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) die Unterschriften übergeben und eigenen Worten zufolge weitermachen, bis sich die Politik bewegt und ein Pfandsystem in die Wege leitet.