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Gesundheit:An der Gelddruckmaschine

Geld gibt es nicht für die medizinische Hilfe, sondern für die verbrachten Stunden am Schlauch.

(Foto: Marcus Vogel/LAIF)

Patienten zu beatmen, bringt Kliniken gerne mal sechsstellige Beträge. Ein Chefarzt in einem Krankenhaus in Rheinland-Pfalz soll so von Schwerstkranken profitiert haben.

Es ist Sommer 2018, als ein Krankenwagen aus Mainz 70 Kilometer in das kleine Frankenthal fährt. Darin liegt eine Frau, 74 Jahre alt, ihr Zustand ist dramatisch: Nach einer Herzklappen-OP bekommt sie Sauerstoff durch einen Schlauch in ihrem Hals, sie ist nicht mehr ansprechbar. In der Frankenthaler Stadtklinik geben ihr die Ärzte alles: die Beatmungsmaschine, das Blutwäschegerät, die Ernährungssonde und Kreislaufmedikamente in höchster Dosierung. So geht es zwei Wochen. Dann bleibt ihr Herz stehen.

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