GesundheitBaby stirbt nach Einsatz von Zange: Prozess gegen Oberarzt

Ein Mikrofon in einem Gerichtssaal.
Ein Mikrofon in einem Gerichtssaal. Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

SZ bei Google bevorzugen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nach dem Tod eines Neugeborenen hat in Düsseldorf ein Prozess gegen einen behandelnden Oberarzt begonnen. Die Anklage warf dem 58-Jährigen am Freitag vor dem Landgericht Körperverletzung mit Todesfolge vor. Er soll den kleinen Jungen im November 2022 in einem Neusser Krankenhaus tödlich verletzt haben, als er ihn während der Entbindung mit einer Geburtszange holte. Der Säugling war einen Tag später gestorben.

Der Arzt bestritt vor Gericht, Fehler gemacht zu haben. Er sei von einem Geburtsstillstand ausgegangen, sagte er. Der Einsatz der Geburtszange sei für ihn alternativlos gewesen. Einen Kaiserschnitt habe er als zu riskant betrachtet.

Die Mutter der Kindes betonte, dass die Zange ohne ihre Einwilligung eingesetzt worden sei. Die damals 29-Jährige hatte sich wegen starker Wehenschmerzen einen Kaiserschnitt gewünscht. Den habe der Oberarzt aber abgelehnt.

Der Angeklagte muss bei einer Verurteilung sogar mit einer Haftstrafe nicht unter drei Jahren rechnen. Nach eigenen Angaben hat er in 34 Jahren Berufserfahrung mehr als 10.000 Geburten ohne Probleme begleitet. 2000 Kinder seien dabei mit der Zange geholt worden.

© dpa-infocom, dpa:240126-99-763861/2

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

SZ Stellenmarkt
:Entdecken Sie attraktive Jobs

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: